Richtlinien China Visa für Tätige in Werbung, Medien und Religion

Antragsteller und Antragstellerinnen, die in den Bereichen Werbung, Medien oder Religion tätig sind, müssen bei der Beantragung ihrer China Visa folgende Richtlinien beachten:

  1. Die Bearbeitung dauert länger als die Beantragung anderer Visa-Typen.
  2. Es müssen bestimmte Zusatz-Unterlagen eingereicht werden.

Zu 1.: Die reguläre Bearbeitungszeit eines China Visum beträgt drei Werktage. Dahingegen kann sich die Bearbeitung um mehrere Tage verzögern, insofern jemand entweder in den Bereichen Werbung und Medien oder Religion tätig ist. Eine Angabe, um wie viele Tage genau, lässt sich allerdings nicht treffen. Der Visumantrag wird von den Mitarbeitern der Visastelle an die Botschaft beziehungsweise das zuständige Konsulat weitergeleitet, wo die Entscheidung über die Visa-Erteilung getroffen wird.

Man sollte diesen Umstand in der zeitlichen Planung miteinbeziehen und das chinesische Visum rechtzeitig beantragen. Aber man sollte sich nicht allzu große Sorgen machen – in der Regel wird das Visum nach ein paar Tagen erteilt.

Zu 2.: Für die Beantragung von Visa China für Medien- oder Kirchen-Tätige müssen drei zusätzliche Dokumente eingereicht werden:

  • Ein selbstaufgesetztes Schreiben, in dem der Antragsteller/die Antragstellerin Auskunft über seinen/ihren Beruf gibt. Außerdem müsste bestätigt werden, dass keine journalistischen/missionarischen Tätigkeiten geplant sowie keine weiteren außer den im Reiseplan angegebenen Zwecke geplant sind.
  • Aus dem Reiseplan sollte tagesgenau beschrieben werden, welche Vorhaben in China geplant sind.
  • Aus dem Schreiben des Arbeitgebers müsste hervorgehen, welche Tätigkeit der Antragsteller/die Antragstellerin ausübt und welche Position er/sie dabei innehat. Bei einer Geschäftsreise müsste der Hintergrund erklärt werden. Bei einem privaten Besuch reicht die Bestätigung aus, dass die Reise zu privaten Zwecken erfolgt.


    Die zusätzlichen Unterlagen müssen unterschrieben sowie mit Adresse und Telefonnummer versehen werden.

China Visum Sonderbestimmungen

Transit / Visumfreier Aufenthalt in China

Eine Sonderbestimmung, nach der deutsche Staatsbürger und Staatsbürgerinnen kein China Visum benötigen, bildet der Transit-Aufenthalt. Es können zwei Transit-Arten unterschieden werden:

  1. Der durch ein internationales Abkommen geregelte Transit-Aufenthalt am Flughafen: Wird der Flughafen zwecks Umstieg zum Weiterflug nicht verlassen, ist weltweit kein Visum erforderlich.
  2. Die in China vereinzelt gültige 72-Stunden beziehungsweise 6-Tage-Regelung zum visumfreien Aufenthalt: In ein paar chinesischen Großstädten wie Peking, Guangzhou, Chongqing oder Chengdu werden für bis zu 72-Stunden keine Visa benötigt. In Shanghai, Nanjing und Hangzhou ist sogar ein Aufenthalt bis zu maximal 6 Tagen visumfrei. Allerdings ist diese Regelung mit folgenden Auflagen verbunden: Zum einen darf man während des Aufenthalts den Stadtbezirk nicht verlassen. Und zum anderen muss der Aufenthalt als Zwischenstopp auf einer Reise von Deutschland nach Ost- oder Südostasien erfolgen. Es muss also ein Weiterflug in Flugrichtung vorliegen und kann nicht auf dem Heimflug nach Deutschland genutzt werden.

Hongkong und Macau visumfrei

Die Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macau gehören zwar politisch zu China, folgen aber visa-rechtlich eigenen Sonderbestimmungen.

Sowohl für Hongkong als auch für Macau brauchen deutsche Staatsbürger und Staatsbürgerinnen für einen bis zu drei-monatigen Aufenthalt zu touristischen oder geschäftlichen Zwecken keine Visa. Möchte man allerdings vor Ort studieren, eine Arbeit aufnehmen, ein Praktikum durchführen oder länger als drei Monate bleiben, müsste ein Visum direkt beim zuständigen Konsulat beantragt werden. Antragsteller und Antragstellerinnen müssen sich darauf einstellen, dass die Bearbeitung sehr lange dauern kann.

Möchte man von Hongkong oder Macau in die Volksrepublik einreisen, wird ein Visum China benötigt, das vor Abreise in Deutschland beantragt werden müsste.

Hainan Visumbestimmung

Deutschland gehört neben Russland und der Republik Korea zu den drei Ländern, deren Staatsbürger und Staatsbürgerinnen bei einer Gruppenreise von mindestens zwei Personen und einer maximalen Aufenthaltsdauer von 21 Tagen kein China Visum für die Provinz Hainan beantragen müssen. Allerdings muss die Reise durch einen internationalen Reiseveranstalter organisiert sein, der beim staatlichen Fremdenverkehrsamt in China registriert ist.

Passinhaber und Passinhaberinnen von 21 weiteren Ländern, darunter einige europäische Länder wie Frankreich, Österreich, Schweiz, Spanien oder Großbritannien sowie Malaysia, Thailand oder Indonesien benötigen bei einer Gruppenreise von wenigstens 5 Personen und einem Aufenthalt von bis zu 15 Tagen keine Visa – insofern die Reise durch einen internationalen Reiseveranstalter organisiert ist, der beim staatlichen Fremdenverkehrsamt in der Volksrepublik registriert ist.

Tibet und das China Visum

Tibet gehört zur Volkrepublik, von daher muss für die Einreise ein China Visum beantragt werden. Allerdings gestaltet sich die Beantragung aufgrund der angespannten politischen Situation meist als schwierig. Generell kann nur zusammen mit einer organisierten Gruppe eingereist werden; Individualtouristen erhalten prinzipiell keine Visa für Tibet. Der Reiseveranstalter muss allerdings über eine amtliche Genehmigung verfügen, die Reisen nach Tibet gestattet. Die Teilnahme an solchen Reisen ist erlaubt, dennoch führt die Angabe zum geplanten Besuch Tibets im Visumantrag dazu, dass der Antrag abgelehnt wird.

Am besten geht man also sensibel mit der Information um und lässt sich frühzeitig, zum Beispiel bei einer China Visumagentur beraten, wenn man eine Reise nach Tibet plant.

Praktische Tipps zur Beantragung Ihres China Visum

Wie lange im Voraus sollte das China Visum beantragt werden?

Das China Visum sollte nicht zu knapp vor Abreise beantragt werden. Die Bearbeitung bei den chinesischen Visastellen dauert in der Regel zwar nur drei bis vier Werktage, allerdings kann es schnell passieren, dass der Visumantrag nicht den strengen Vorgaben entspricht und abgelehnt wird. In diesem Fall müssten Unterlagen nachgereicht und ein zweiter Anlauf vorgenommen werden.

Das Visum kann 60 Tage vor Einreise in das „Land der Mitte“ beantragt werden und man sollte danach am besten die Antragstellung nicht mehr allzu lange hinaus zögern. Insbesondere aufwendigere Visa wie zum Beispiel das China Arbeitsvisum oder Visa für Personen, die in „kritischen“ Tätigkeitsfeldern wie Medien/Kirche/Politik beschäftigt sind, sollten frühzeitig beantragt werden.

Der einfachste Weg zur Visum-Beantragung

Das Visum China muss ganz bestimmten Richtlinien entsprechen – werden diese nicht eingehalten, wird der Visumantrag abgelehnt. Bei einigen Visum-Typen sind eine Reihe an zusätzlichen Unterlagen notwendig, die mehr oder weniger aufwendig zu beschaffen und auszufüllen sind.

Man kann Visa China direkt bei der für das Bundesland, in dem man wohnt, zuständigen chinesischen Visastelle beantragen. Wohnt man nicht direkt in der jeweiligen Stadt, sind gegebenenfalls lange Anfahrtswege notwendig. Wartezeiten vor Ort verlängern das Vorhaben. Der Antrag wird direkt am Schalter durch einen Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin der Visastelle geprüft und bei fehlenden Unterlagen und/oder Angaben abgelehnt. Unter Umständen sind mehrere Versuche notwendig, bis der Antrag durchgeht.

Eine weitere Möglichkeit ist, eine Visumagentur mit der Visum-Beantragung zu beauftragen. Alles in Allem ist dies der einfachste Weg, da der Visumantrag per Post/Kurier an die Agentur geschickt und dort geprüft wird. Man muss sich also nicht selbst einlesen, welche Unterlagen für den gewünschten Visum-Typ einzureichen sind. Fehlen notwendige Unterlagen oder Angaben wird der Antragsteller/die Antragstellerin informiert. Die Nachweise können je nachdem telefonisch, per Email oder Post nachgereicht werden. So wird sichergestellt, dass nur komplette Visumanträge den Mitarbeitern der Visastelle vorgelegt werden. Nach Erteilung wird der Pass mit Visum zurück an den Antragsteller/die Antragstellerin geschickt.

Wichtige Antragsunterlagen

Für die Beantragung eines China Visum müssen immer folgende Antragsunterlagen eingereicht werden:

  • Pass im Original (das Visum wird direkt in den Pass geklebt)
  • Kopie der ersten Pass-Seite
  • Visumantrag im Original mit Unterschrift des Antragstellers/der Antragstellerin
  • Aktuelles Foto (3,5 x 4,5 cm, farbig, heller und neutraler Hintergrund)

Je nachdem, was für einen Reisezweck man in China verfolgt, muss man immer zusätzliche Unterlagen dem Visumantrag hinzufügen:

  • Touristenvisum: Hotel- und Flugbuchungen
  • Geschäftsvisum: Firmeneinladung aus China
  • Arbeitsvisum: Arbeitserlaubnis im Original aus China, Bestätigung der lokalen Wirtschaftsbehörde („Duly Authorized Unit“), Firmeneinladung
  • Besuchervisum: Privateinladung aus China
  • Angehörigenvisa: Privateinladung aus China, gegebenenfalls Verwandtschaftsnachweis
  • Studentenvisa: Zulassung der chinesischen Hochschule, gegebenenfalls Formular JW 202

Was beim Ausfüllen des Visumantrags zu beachten ist

Der Visumantrag China sollte am besten am Computer oder mit Blockschrift ausgefüllt werden. Wichtig ist, dass die Angaben gut leserlich sind und es nicht zu Fehlangaben aufgrund einer unleserlichen Handschrift kommt.

Alle Felder des Visumantrags müssen ausgefüllt werden. Das bedeutet, dass man zum Beispiel auch als Tourist Angaben zum Arbeitgeber, als Geschäftsreisender die Privatanschrift und jeder und jede Reisende mindestens eine Angehörige/einen Angehörigen und einen Ansprechpartner/eine Ansprechpartnerin im Notfall eintragen müsste. Felder, die nicht zutreffen, werden nicht leergelassen, sondern mit „N/A“ vermerkt.

Insbesondere bei den Pass-Daten sollte man besonders Acht geben, da einige wie der vollständige Name, das Geburtsdatum sowie die Passnummer übernommen, auf dem China Visum eingetragen und bei Einreise abgeglichen werden.

Visa-Verlängerung vor Ort

In der Regel können China Visa einmal um den bewilligten Zeitraum verlängert werden. Allerdings können nur Visa mit einmaliger und nicht mit zwei- oder mehrmaliger Einreise verlängert werden. Die Verlängerung wird vor Ort bei der zuständigen Behörde (meist die lokale Polizeidienststelle) durchgeführt. Unter Umständen kann es ein paar Tage dauern bis der Stempel im Pass ist, weswegen man sich nicht zu knapp vor Ablauf der genehmigten Aufenthaltsdauer darum kümmern sollte. Für die Verlängerung des Visums sind der Pass und gegebenenfalls ein Schreiben der Firma/der Hochschule/der Person, die man besucht, notwendig, aus dem der Grund für den längeren Aufenthalt hervorgeht.