China Visum Sonderbestimmungen

Transit / Visumfreier Aufenthalt in China

Eine Sonderbestimmung, nach der deutsche Staatsbürger und Staatsbürgerinnen kein China Visum benötigen, bildet der Transit-Aufenthalt. Es können zwei Transit-Arten unterschieden werden:

  1. Der durch ein internationales Abkommen geregelte Transit-Aufenthalt am Flughafen: Wird der Flughafen zwecks Umstieg zum Weiterflug nicht verlassen, ist weltweit kein Visum erforderlich.
  2. Die in China vereinzelt gültige 72-Stunden beziehungsweise 6-Tage-Regelung zum visumfreien Aufenthalt: In ein paar chinesischen Großstädten wie Peking, Guangzhou, Chongqing oder Chengdu werden für bis zu 72-Stunden keine Visa benötigt. In Shanghai, Nanjing und Hangzhou ist sogar ein Aufenthalt bis zu maximal 6 Tagen visumfrei. Allerdings ist diese Regelung mit folgenden Auflagen verbunden: Zum einen darf man während des Aufenthalts den Stadtbezirk nicht verlassen. Und zum anderen muss der Aufenthalt als Zwischenstopp auf einer Reise von Deutschland nach Ost- oder Südostasien erfolgen. Es muss also ein Weiterflug in Flugrichtung vorliegen und kann nicht auf dem Heimflug nach Deutschland genutzt werden.

Hongkong und Macau visumfrei

Die Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macau gehören zwar politisch zu China, folgen aber visa-rechtlich eigenen Sonderbestimmungen.

Sowohl für Hongkong als auch für Macau brauchen deutsche Staatsbürger und Staatsbürgerinnen für einen bis zu drei-monatigen Aufenthalt zu touristischen oder geschäftlichen Zwecken keine Visa. Möchte man allerdings vor Ort studieren, eine Arbeit aufnehmen, ein Praktikum durchführen oder länger als drei Monate bleiben, müsste ein Visum direkt beim zuständigen Konsulat beantragt werden. Antragsteller und Antragstellerinnen müssen sich darauf einstellen, dass die Bearbeitung sehr lange dauern kann.

Möchte man von Hongkong oder Macau in die Volksrepublik einreisen, wird ein Visum China benötigt, das vor Abreise in Deutschland beantragt werden müsste.

Hainan Visumbestimmung

Deutschland gehört neben Russland und der Republik Korea zu den drei Ländern, deren Staatsbürger und Staatsbürgerinnen bei einer Gruppenreise von mindestens zwei Personen und einer maximalen Aufenthaltsdauer von 21 Tagen kein China Visum für die Provinz Hainan beantragen müssen. Allerdings muss die Reise durch einen internationalen Reiseveranstalter organisiert sein, der beim staatlichen Fremdenverkehrsamt in China registriert ist.

Passinhaber und Passinhaberinnen von 21 weiteren Ländern, darunter einige europäische Länder wie Frankreich, Österreich, Schweiz, Spanien oder Großbritannien sowie Malaysia, Thailand oder Indonesien benötigen bei einer Gruppenreise von wenigstens 5 Personen und einem Aufenthalt von bis zu 15 Tagen keine Visa – insofern die Reise durch einen internationalen Reiseveranstalter organisiert ist, der beim staatlichen Fremdenverkehrsamt in der Volksrepublik registriert ist.

Tibet und das China Visum

Tibet gehört zur Volkrepublik, von daher muss für die Einreise ein China Visum beantragt werden. Allerdings gestaltet sich die Beantragung aufgrund der angespannten politischen Situation meist als schwierig. Generell kann nur zusammen mit einer organisierten Gruppe eingereist werden; Individualtouristen erhalten prinzipiell keine Visa für Tibet. Der Reiseveranstalter muss allerdings über eine amtliche Genehmigung verfügen, die Reisen nach Tibet gestattet. Die Teilnahme an solchen Reisen ist erlaubt, dennoch führt die Angabe zum geplanten Besuch Tibets im Visumantrag dazu, dass der Antrag abgelehnt wird.

Am besten geht man also sensibel mit der Information um und lässt sich frühzeitig, zum Beispiel bei einer China Visumagentur beraten, wenn man eine Reise nach Tibet plant.